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Die Welt ist nicht genug

Dubai hat sich in den letzten Jahren rasant verändert. Autos brausen durch die Straßen, riesige Wolkenkratzer, bunte Werbetafeln machen die Nacht zum Tag. Hat man bei unserer ersten Reise im Jahr 2000 noch gewisse arabische Grundzüge erkannt, ist es heute eine Megacity geworden. Die Region habe eine „disruptive Innovation“ durchlaufen.

Geschichte

An der Mündung des Dubai Creek gibt es seit langem eine kleine Kolonie von Perlentauchern und Fischern. Das Perlentauchen war die vorherrschende Industrie, bis der Hafen von Dubai im 20. Jahrhundert zu einem der wichtigsten Handelszentren in der Golfregion wurde. Dann wurde 1966 Öl gefunden.

Die alles verändernde Transformation, die zum modernen Dubai führte, begann mit einigen zukunftsweisenden Initiativen, darunter die Eröffnung des Flughafens Dubai und die erste internationale Verbindung von Kuwait Airways. Die Dubai Chamber of Commerce and Industry wurde 1965 gegründet. Dieser Marke folgte Dubais Goldmarkt, der damals als drittgrößter Goldkäufer auf dem freien Markt galt. In den 1970er Jahren wurden weitere Förderinitiativen entwickelt, und schließlich wurde 1979 der Grundstein gelegt, um das Emirat in eine herausragende Position auf der internationalen Bühne zu katapultieren. Innerhalb von zwölf Monaten wurden in Dubai mehrere wichtige Institutionen eingeweiht. 1979 empfing das wachsende Emirat auch Königin Elizabeth II. im Rahmen ihres Staatsbesuchs in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Während Dubai als Stadt weiter florierte, nahm auch die Hotellerie Anfang der 1980er Jahre Fahrt auf. Viele der damals eröffneten Hotels bestehen noch heute.



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Emirates-Fluggesellschaft

Aber erst die Gründung der Emirates Airline Mitte der 80er Jahre gab Dubais internationalen Verbindungen einen entscheidenden Schub.

Bis Anfang der 1990er Jahre hatte sich Emirates als eine der am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften der Welt etabliert und setzte seine Expansionspläne trotz des Ausbruchs des Golfkriegs fort.

Heute ist Emirates der weltweit größte Airbus A380 -Betreiber.

Dubai hatte sich in den 1990er Jahren vollständig verändert. Es gab eine moderne Infrastruktur mit zwei hochmodernen Häfen, einem internationalen Flughafen, dem Flaggschiff Emirates Airline, einer erstklassigen Freihandels- und Industriezone in Jebel Ali und einer wachsenden multinationalen Bevölkerung – die Stadt wurde zu einer blühenden Metropole.

Tourismus

Nach einer Zeit beispielhafter rasanter Entwicklung im Tourismus begannen Einzelhandel, Unterhaltung, Freizeit und Sport. Dubai nutzte seine Hotel-, Hospitality- und Airline-Assets, um schnell zu einem Weltklasse-Reiseziel für Reisende aus aller Welt aufzusteigen.

Seit Mitte der 1990er Jahre gilt die Hotellerie als einer der besten Parameter, um Dubais Wachstum zu messen. 1996 gab es in Dubai nur 293 Unterkünfte mit etwas mehr als 15.000 Zimmern. Dennoch wurden bis zum Jahr 2000 weitere 100 Hotels mit 11.000 Zimmern in der Stadt gebaut, darunter das Wahrzeichen Burj Al Arab, damals das höchste Hotel der Welt und ein Symbol, das für Dubai auf der Weltbühne stand.

Künstlich oder Wirklichkeit

Das Beste ist gerade gut genug. Alles muss höher, weiter, schneller, schöner, neuer, größer und teurer werden, man muss den neuesten Supersportwagen fahren, den höchsten Turm und die prominenteste künstliche Insel bauen. Dubai ist wirklich eine Stadt der Superlative!


Nicht weniger bekannt sind die drei sogenannten „Palm Islands“, die vor der Küste Dubais aufgeschüttet wurden und oft sogar als achtes Weltwunder bezeichnet werden.

Burj Khalifa

Der Burj Khalifa ist derzeit das höchste Gebäude der Welt und daher einen Besuch wert. Der Burj Khalifa ist mit 829,8 Metern der höchste Turm der Welt. Sein höchster Punkt befindet sich auf der Spitze, die weder für Touristen noch für andere Zwecke zugänglich ist.

Besuch des Burj Khalifa

Für Ihren Burj Khalifa-Besuch empfehlen wir Ihnen, Ihren Besuch zu planen. Sie können auch spontan zu den Kassen des Turms kommen, müssen aber je nach Saison mit langen Warteschlangen rechnen. In den heißen Sommermonaten, wenn in Dubai Nebensaison ist, müssen Sie nicht lange auf einen Besuch des Burj Khalifa warten.

Burj Khalifa ganz oben

Unter dem Ticketnamen Burj Khalifa an der Spitze bietet der Dubai Tower den Ausgang zur Aussichtsplattform im 124. und 125. Stock. Das Burj Khalifa at the Top Ticket bietet Ihnen Zugang zur 360-Grad-Aussichtsplattform innerhalb und außerhalb des Decks.

Burj Khalifa Aussichtsplattform

Die Aussichtsplattform des Burj Khalifa befindet sich im 125. Stock des Turms und bietet Ihnen einen faszinierenden Blick auf die Skyline von Dubai. Auf der rechten Seite der Aussichtsplattform sehen Sie die Wüste von Dubai. Etwas weiter in der Mitte der Plattform kann man die Wasserspiele von oben beobachten und auf die türkis schimmernden Wasserbecken der Fontänen blicken.

Petroleum

Aber Dubais Ölquellen sprudeln nicht ewig. Um genau zu sein, werden sie wahrscheinlich bis 2030 erschöpft sein. Dubai fördert deshalb schon jetzt den Tourismus, um nach dem Versiegen der Ölquellen nicht ganz hilflos dazustehen. Und deshalb ist Dubais Ruf in der Welt enorm wichtig.

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Die Schwierigkeiten der Megacity Dubai

Doch was für Touristen ein Paradies ist, ist für die Umwelt ein Alptraum. Die künstliche Verfüllung all dieser Inseln war ein schwerer Schlag für die lokale Meeresfauna und -flora. Mindestens genauso schlimm ist der enorme Wasserverbrauch in Dubai. In Dubai gibt es zum Beispiel eine ganzjährig genutzte Skipiste in einem Einkaufszentrum, und Hotelzimmer mit Blick auf diese Piste vermitteln den Eindruck, in einem Chalet zu sein.

Außerdem sind die Geschäfte so stark klimatisiert, dass manch einer im Sommer seine Winterjacke anzieht, wenn er in Dubai einkaufen will. Kein Wunder also, dass die Stadt 2007 auf Platz eins der WWF-Liste der größten Energieverschwender landete.

Auf diesem Gebiet werden jedoch enorme Anstrengungen unternommen, und in Dubai ist alles möglich. Sie reformierten das Tarifsystem für den Wasser- und Stromverbrauch. Großverbraucher müssen tiefer in die Tasche greifen, wenn sie Wasser und Strom nutzen wollen, was sie zu einem sparsameren Umgang mit Ressourcen animieren soll.

Außerdem soll bis 2050 die Hälfte des Energieverbrauchs Dubais aus erneuerbaren Quellen stammen.

Fazit

Dubai ist das ideale Reiseziel für einen Urlaub im Oktober und Mai. Die Sommermonate waren uns zu heiß, und die Hitze war angenehm. Leider hat Dubai etwas von seinem Charme verloren und wir fragen uns, wie diese Stadt in 20 Jahren aussehen wird. Wie können all diese Luxusgebäude instand gehalten werden?

Für Urlaube ohne große kulturelle Absichten können wir Dubai uneingeschränkt empfehlen. Allein der Flug mit der lokalen Airline Emirates, ab bedeutenderen Destinationen mit einem Airbus A380, ist ein Erlebnis für sich. In Dubai kann man alles essen. Die Qualität des Essens verdient die höchste Bewertung.

Wir beobachten jedoch, dass die Preise der Hotels langsam ein Niveau erreichen, das ebenfalls der Superlative zuzuordnen ist. Gerade mit Kindern (vielerorts ab 12 Jahren als Erwachsene gezählt) wird ein Urlaub in Dubai immer unbezahlbarer.

Unser Wunsch nach Dubai – vielleicht um eine Pause zu machen – sonst wird die Stadt zu künstlich.

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